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SONG

10 Thesen zur Zukunft der Altenpflege in Deutschland

Was passiert, wenn nichts passiert?

Das Netzwerk SONG warnt in 10 Thesen vor den Folgen unterlassener Pflegereformen in Deutschland. Der demografische und gesellschaftliche Wandel führt zu dramatisch steigenden Pflegebedarfen bei gleichzeitigem Fachkräftemangel. Ohne Reformen drohen: bedeutungslose Pflegeversicherungsleistungen, explodierende Eigenanteile und Beiträge, Insolvenzwellen bei Pflegeanbietern, Trennung hochaltriger Paare, eine „Pflege-Triage“, und ungenutzte Digitalisierungspotenziale. Besonders kritisch: Die zunehmende Zahl alleinlebender Hochaltriger beansprucht überproportional stationäre Ressourcen. SONG fordert einen neuen Gesellschaftsvertrag für Altenpflege, der lokale Quartiersstrukturen, zivilgesellschaftliches Engagement und eine bedarfsgerechte Infrastruktur für den Verbleib in der Häuslichkeit stärkt.

Der dreizehnseitige Text des Netzwerks SONG liefert zehn Thesen, „was passiert, wenn nichts passiert“:

  1. Dann steht eine steigende Anzahl pflegebedürftiger alter Menschen einer stetig sinkenden Anzahl Pflegender gegenüber.
  2. Dann wird die finanzielle Unterstützung durch die Pflegeversicherung für pflegebedürftige Menschen zunehmend bedeutungslos.
  3. Dann steigen die Beiträge und Lohnnebenkosten, weil eine wirksame Pflegefinanzierung fehlt.
  4. Dann werden bestehende Pflegeanbieter in den kommenden Jahren wegen der Verrentung der Babyboomer weder den Status quo halten, noch den steigenden Pflegebedarf der Gesellschaft bedienen können.
  5. Dann wird eine steigende Zahl an hochaltrigen Lebens- und Ehepaaren in den letzten Lebensmonaten durch die Langzeitpflege getrennt.
  6. Dann wird eine langsam aber stetig steigende Zahl von hochaltrigen Singles die Langzeitpflege dominieren, weil ihre hohe Verweildauer die dortigen Ressourcen beansprucht.
  7. Dann werden die begrenzten Kapazitäten in der ambulanten und stationären Pflege zu einer Selektion der Pflegebedürftigen führen und damit einer „Pflege-Triage“ Vortrieb leisten.
  8. Dann entfalten sich die Potentiale der Digitalisierung nicht mit den notwendigen Effekten.
  9. Dann werden die Ressourcen und die Solidaritäten in den Wohnquartieren nicht angesprochen und gefördert.
  10. Dann entsteht auf der örtlichen und wohnquartiersbezogenen Ebene nicht die notwendige Pflegeinfrastruktur, die den Verbleib in der eigenen Häuslichkeit sichert.

veröffentlicht 01.2023

Link vom 09.01.2026: https://netzwerk-song.de/publikationen/

SONG Soziales neu gestalten