Pflegebedürftigkeit finanzierbar machen und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken
Forderungen des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) für eine verbraucherorientierte Ausgestaltung der Pflegefinanzierung.
Die Verbraucherzentrale kritisiert, dass Pflegebedürftige trotz lebenslanger Beitragszahlungen durchschnittlich über 3.000 Euro monatlich aus eigener Tasche zahlen müssen. Ein Drittel der ambulant Versorgten verzichtet aus Kostengründen auf notwendige Leistungen.
Kernforderungen: Eigenanteile einkommensabhängig deckeln, Investitionskosten vollständig von Bundesländern übernehmen, Pflegeausbildung als gesamtgesellschaftliche Bildungsaufgabe aus Steuern finanzieren (aktuell bis zu 300 Euro monatlich von Pflegebedürftigen getragen), Bundeszuschuss dynamisieren und Pflegevorsorgefonds stärken. Ziel ist eine bedarfsgerechte Absicherung statt pauschal verteilter Leistungen nach dem Gießkannenprinzip.
Das ursprüngliche Ziel der Pflegeversicherung, pflegebedingte Aufwendungen abzudecken, wird verfehlt.
Anmerkung
Das Papier der Verbraucherzentrale umfasst fünf Seiten mit den Überschriften:
- Pflegebedürftigkeit planbar machen: Basis für Lebensqualität und sozialen Zusammenhalt
- Soziale Pflegeversicherung von versicherungsfremden Leistungen befreien
- Investitionskosten in der Pflege: Gesellschaftliche Verantwortung stärken, Verbraucher:innen entlasten
- Pflegeausbildung als gesamtgesellschaftliche Bildungsaufgabe aus Steuern finanzieren
- Eigenanteile einkommensabhängig deckeln
- Dynamisierung des Bundeszuschusses und Stärkung des Pflegevorsorgefonds
- Fairer Ausgleich zwischen privater und sozialer Pflegeversicherung
- Beitragsbasis ausweiten
Quelle
veröffentlicht 06.2025
Link vom 12.01.2026: https://www.vzbv.de/pflege