Über uns
Stiftung Zukunft Altenpflege
Perspektiven für die Langzeitpflege schaffen.
Die gemeinnützige Stiftung wurde im September 2025 von Olav Sehlbach gegründet. Als Vorstand leitet er die Stiftung zusammen mit seiner Frau Susanne Sehlbach, Geschäftsführerin Dr. Sarina Strumpen und dem Stiftungsrat.
Gemeinsam verstehen wir uns als Initiatoren:innen einer Idee und laden zum Mitdenken und Mitwirken ein.
Vorstand
Olav Sehlbach
Olav (*1966, 74 in 2040) ist seit über dreißig Jahren in der Altenpflege engagiert und wirkt als Berater, Dienstleister, Betreiber sowie als StartUp-Investor.
Seit 1995 ist er Berater mit den Schwerpunkten Strategie und Belegungsmanagement. Sein daraus entstandenes Dienstleistungsunternehmen ist in der Branche der Langzeitpflege der führende Anbieter von Klienten- und Mitarbeiterbefragungen (aap).
Kurz nach der Jahrtausendwende leitete Olav drei Einrichtungen der Caritas. Seit 2018 ist er Mitgesellschafter der medi terra, einer gemeinnützigen Gesellschaft, die sechs Pflegeheime, eine Pflegeschule sowie ein Eltern-Kind-Therapiezentrum betreibt. Hier war er auch über drei Jahre als Geschäftsführer tätig und sitzt jetzt dem Aufsichtsrat vor.
Olav ist in diversen StartUps rund um Pflege aktiv. 2023 rief er den Care Venture Circle e.V. ins Leben.
Olavs Vater machte sich Mitte der 80er Jahre in der Pflege selbstständig und war bis zur Jahrtausendwende erfolgreich als Betreiber von Pflegeeinrichtungen tätig. Dies gibt der Stiftung das Fundament und ermöglicht den Start mit mehreren Projekten in drei Programmschienen.
Olavs Vision für die Langzeitpflege 2040
2040 – Klienten bzw. Ihre An- und Zugehörigen müssen nicht mehr dankbar sein einen Platz ergattert bzw. einen Dienst gefunden zu haben. Es gibt wieder Auswahl und Menschen können die Leistung in Anspruch nehmen, die Ihren Bedürfnissen und Ansprüchen entspricht.
Möglich wurde dieser Wandel, nachdem das Vertrauensprinzip eingeführt wurde. Anbieter definieren Ihre Angebote und Preise in Eigenregie, Nachweis und Dokumentation erfolgen fast ausschließlich automatisiert. Staat und Aufsichtsbehörden sind für die Setzung der bundesweit einheitlichen Rahmenbedingungen und die Überwachung dieser Spielregeln verantwortlich.
Die Abrechnung der Leistungen folgt einem persönlichen Budget, das nicht nur auf dem somatischen und kognitiven Kriterien beruht, sondern auch die persönliche Lebenssituation berücksichtigt. Die Erhebung des Pflege- und Betreuungsbedarfs erfolgt größtenteils KI-gestützt.
Susanne Sehlbach
Susanne (*1971, 69 in 2040) ist seit 25 Jahren als Juristin tätig mit Schwerpunkten in der Stiftungsarbeit, im Zuwendungs- und Gemeinnützigkeitsrecht, im Verwaltungsrecht und Datenschutz.
Sie war zwölf Jahre die Justiziarin einer der größten deutschen Stiftungen und hat dort zu allen Aspekten des Stiftungs- und Zuwendungs- und Vergaberechts beraten, Richtlinien erstellt sowie Schulungen u.a. im Zuwendungsrecht konzipiert und durchgeführt. Sie war gleichzeitig Ansprechperson für Korruptionsprävention und Datenschutzbeauftragte.
Seit 2008 ist sie zertifizierte Stiftungsberaterin (Deutsche Stiftungsakademie), 2018 erwarb sie zusätzlich einen Master im Informationsrecht (LL.M).
Aktuell arbeitet sie im Justiziariat des Bundesforschungsministeriums und ist deutsche Geschäftsführerin des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.
Susannes Vision für die Langzeitpflege 2040
Digitale Innovationen und neue Konzepte in Prävention und Alltagsassistenz verringern den Bedarf an Langzeitpflege. Zusätzlich entlasten technologische Neuerungen Angehörige und professionelle Pflegekräfte von pflegerischen Routineaufgaben, so dass diese sich ganz auf die persönliche Zuwendung konzentrieren können. Dadurch wird auch die Teilhabe der Pflegebedürftigen an Entscheidungen gestärkt, die Würde und Autonomie der Pflegebedürftigen steht so ganz im Mittelpunkt.
Die Altenpflege ist im Hinblick auf den menschenzentrierten Ansatz und den Einsatz von digitalen Innovationen Vorbild für andere Bereiche in Wirtschaft und Gesellschaft.
Geschäftsführung
Dr. Sarina Strumpen
Sarina (*1983, 57 in 2040) studierte direkt nach der Schule Gerontologie. Von Beginn an interessierte sie sich für den Wandel von Altenhilfesysteme auf der Welt. Nach dem Studium führte sie ihr Weg zunächst in Istanbuler Altenpflegeheime und dann zu einem Promotionsstudium an die Universität Rostock.
Bevor sie die Geschäftsführung der Stiftung übernahm, war sie für das Kuratorium Deutsche Altershilfe tätig. Dort hat sie das Deutsche Kompetenzzentrum für internationale Fachkräfte in den Gesundheits- und Pflegeberufen geleitet und dabei unter anderem die Entwicklung des Gütesiegels „Faire Anwerbung Pflege Deutschland“ verantwortet sowie Pflege- und Gesundheitsunternehmen unterstützt, die internationale Anwerbung von Pflegefachpersonen aus dem Ausland nachhaltig aufzusetzen.
Zuvor hat Sarina zu Pflege- und Versorgungserwartungen im transnationalen Setting (Deutschland – Türkei) und zu Hilfesystemen bei Demenz geforscht. Sie war stellvertretende Leitung eines Projektes zur interkulturellen Öffnung der Altenhilfe im Land Berlin und hat auch ein wenig Erfahrungen in der Startup-Welt.
Sarinas Vision für die Langzeitpflege in 2040
Hilfe-, Versorgungs- und Unterstützungsbedarfe werden immer wieder neu definiert – mit entsprechenden Anpassungen der Hilfe- und Versorgungssysteme. Alles ist möglich.
In den nächsten 15 Jahren erwartet Sarina doch die ein oder andere Kehrtwende in Deutschland. Sie hofft, dass es in 2040 eine gesellschaftlich getragende Vision für eine Wohlfahrtsgemeinschaft gibt, dass Pflege- und Unterstützungebdürftige starke Mitbestimmungsmöglichkeiten haben, dass professionelle Pflege nach weltweit anerkannten Standards parktiziert wird und allen klar ist, dass auch Pflegebedürftige grenzüberschreitend mobil sind.
Stiftungsrat
Vorstand und Geschäftsführung werden unterstützt von dem Stiftungsrat.
Mitglieder des Stiftungsrats sind Britta March (Vorsitzende), Thomas Althammer (stellv. Vorsitzender), Dr. Stefan Arend, Christoph Gukelberger, Martin Hölscher, Melanie Philip und Dr. Yüce Yilmaz-Aslan.