Stiftungsrat

Der Stiftungsrat unterstützt und überwacht die Arbeit der Stiftung.

Stiftungsrat

Britta March

Vorsitzende des Stiftungsrats

Britta (*1968, 72 in 2040) ist Hamburgerin mit neuem Zuhause in Cottbus. Dort ist sie seit Mai 2025 die Pressesprecherin der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem und leitet dort die Unternehmenskommunikation sowie das Marketing.

Nach einem prägenden FSJ in der Pflegepraxis studierte sie Germanistik, wurde Redakteurin, Lektorin und Moderatorin. Sie schaut nicht nur auf einen stringenten Weg in der Kommunikation, sondern auch auch auf zehn Jahre in der Pflegepraxis zurück. Beides konnte sie sukzessive und konsequent mit ihren zentralen Themen der Pflege- und Gesundheitswirtschaft verheirateten.

Immer schon verstand Britta sich als Kreativinnovatorin, Impulsgeberin, Netzwerkerin, Moderatorin und Mediatorin. So komplettierte sie ihre akademische Expertise mit einem Diplom in Pflegewissenschaften, einem Master in Gerontologie und einem weiteren in Business Administration.

Eines ihrer Leitmotive: Engagement macht den Unterschied! Sie ist überzeugt, dass es sich immer lohnt, Zeit und Kraft zu investieren, um konstruktive Impulse zu säen – erst recht mit dieser „Keimzelle“, dieser multiprofessionellen und erfahrenen Gruppe Wollender – aus Stiftern und Stiftungsräten. Aus zielgerichteter Förderung wird nachhaltige Wertschöpfung, die sich nicht nur über positive Karrieren erzählen wird, aus bestehenden Netzwerken werden Wertschöpfung entstehen und eine Zuversichtsgemeinschaft wachsen.

„Das genau treibt mich an – das gute, initiative, mutige Tun und damit verantwortliche Handeln – mit gesamtgesellschaftlicher Relevanz. Wovon sollen wir uns aufhalten lassen? Ich sehe nur Richtiges darin, loszulegen und Neues auf den Weg – mit Menschen für Menschen … das ist wahre Mitmenschlichkeit.“

Thomas Althammer

Stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrat

Thomas (*1977, 63 in 2040) erste berufliche Schritte hatten schon 1995 mit der Entwicklung von Software-Lösungen für die Altenpflege zu tun. Als studierter Wirtschaftsinformatiker beschäftigt er sich bis heute mit verschiedenen Fragen und Aspekten von Digitalisierung – immer auch mit Projekten in der Pflege sowie im Gesundheits- und Sozialwesen.

Heute berät er zusammen mit seinem 40-köpfigen Team bei Althammer & Kill zu den Themen Datenschutz, Informationssicherheit, Künstliche Intelligenz und Compliance. Darüber hinaus ist er als Referent, Autor und Lehrbeauftragter tätig.

„Für mich steht die Frage im Mittelpunkt, wie wir die Digitalisierung in der Pflege verantwortungsvoll gestalten. Informations­technologie und Künstliche Intelligenz spielen eine zentrale Rolle bei der Bewältigung der vor uns stehenden Herausforderungen. Entscheidend ist für mich, die damit verbundenen Chancen konsequent zu nutzen, zugleich aber Persönlichkeitsrechte, ethische Grundsätze sowie datenschutzrechtliche Anforderungen stets im Blick zu behalten.“

Dr. Stefan Arend

Stefan (*1963, 77 in 2040) gründete 2020 das „Institut für Sozialmanagement und Neue Wohnformen“ in Gräfelfing. Zuvor war er seit 1991 unter anderem Mitglied des Vorstands bei KWA Kuratorium Wohnen im Alter in Unterhaching / München und Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Mediana in Fulda.

Er promovierte am Forschungsinstitut für deutsche Sprache in Marburg/Lahn in allgemeiner und germanistischer Linguistik und hat zudem Geschichte, Management, Pädagogik und Gerontologie studiert. Stefan absolvierte auch ein Redaktionsvolontariat zum Tageszeitungsredakteur.

Stefan ist Lehrbeauftragter an der Technischen Universität München (TUM) für das Fachgebiet „Gesellschaft des langen Lebens“ und berät Unternehmungen, Körperschaften, Kommunen, Vereine, Verbände und Initiativen. Er ist Mitglied im Fachausschuss Gesundheitswirtschaft der Industrie- und Handelskammer (IHK) von München und Oberbayern.

Er ist stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats von Korian Deutschland, Vorsitzender des Stakeholder Council der Korian-Gruppe und Mitglied des comité de mission der Clariane-Gruppe in Paris. In Carekonkret beleuchtet er in seiner Kolumne (So sieht´s Arend) seit vielen Jahren aktuelle Entwicklungen der Sozial- und Pflegebranche und veröffentlicht regelmäßig in verschiedenen Medien rund um die Themen des demografischen Wandels.

Stefan wird in der Stiftung die Themen vertreten, die für ihn seit Jahrzenten Bedeutung haben, und dazu sein Wissen und seine Erfahrungen einbringen: Entwicklung neuer Wohnformen, Digitalisierung, Marketing und Kommunikation und Prävention.

Christoph Gukelberger

Christoph (*1984, 56 in 2040) haben schon immer Reisen, unterschiedliche Kulturen zu erleben sowie das Interesse an betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen geprägt. In vollen Zügen auskosten konnte er dies während seines Studiums der internationalen BWL, welches er mit einem MBA in Kalifornien (USA) abschloss und dort eine neue Leidenschaft entdeckte: Entrepreneurship (Unternehmergeist). Nach mehreren beruflichen Stationen in Beratungen und Start-Ups hat Christoph durch den Satz „Früher gab es noch Bienchen, heute nur ein dickes, dickes Dankeschön – sie haben keine Ahnung, was sie für uns verändert haben.“ 2012 den Weg in die Pflegebranche gefunden.

Was als kleines Projekt startete, führte Christoph 2016 als Mitgründer und Geschäftsführer der BringLiesel dazu, seine eigene Idee von sozialem Unternehmertum umzusetzen. BringLiesel unterstützt Teams in der Langzeitpflege bei der Versorgung pflegebedürftiger Menschen mit alltäglichen Produkten und stellt dabei Digitalisierung in den Dienst der Menschen. Genau das ist es, was Christoph seither herumtreibt: Wie schaffen wir es als Gesellschaft den demografischen Wandel – eine der größten Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte – auch mit Hilfe von Innovation und Digitalisierung zu meistern.

Nicht nur als Geschäftsführer des eigenen Unternehmens, sondern auch als Mitinitiator und mehrjähriges Vorstandsmitglied des Vereins Care for Innovation e.V.  sucht und schafft Christoph Räume für den Austausch aller, die sich von Rahmenbedingungen nicht lähmen lassen, sondern etwas bewegen möchten.

Martin Hölscher

Martins (*1961, 79 in 2040) startete vor 45 Jahren in die Pflege: mit einem Zivildienst im Krankenhaus Sarepta in Bielefeld-Bethel, den er zugleich zu einer Ausbildung als Krankenpflegehelfer nutzte. Das nachfolgende Soziologiestudium finanzierte er sich u. a. durch Nachtwachen im Krankenhaus. Nach Ausflügen in die Lokalpolitik seiner Heimatstadt und einem mehrjährigen Auslandsaufenthalt in Norwegen absolvierte er in Köln die Ausbildung zum Krankenpfleger.

Nach kurzem Intermezzo im Krankenhaus fand Martin den Weg in die ambulante (Alten-)Pflege, der er zehn Jahre treu blieb. Seine nachfolgende Zeit beim MDK Nordrhein nutze er für eine Weiterbildung zum TQM-Auditor und zum berufsbegleitenden Studium der Medizin-Ökonomie.

Als frischgebackener Diplom-Medizinökonom betrat er bei der Bank für Sozialwirtschaft die bundesweite Pflegebühne, wo er intensiv regionale Pflegemärkte für die Bank, aber auch für Kunden der Bank, analysierte, fleißig publizierte und mit der Herausgabe des Buches „Wohnen und die Pflege von Senioren“ (gemeinsam mit Dr. Berthold Becher) einen viel beachteten Beitrag zur Zukunft der Altenpflege vorlegte.

2016 wechselte er dann zu seiner heutigen Wirkungsstätte, der Aachener Grundvermögen Kapitalverwaltungsgesellschaft, für die er bundesweit Sozialimmobilien (vom Altenpflegeheim bis zum Quartier) ankauft und sich weiter regelmäßig in der pflegepolitischen Diskussion zu Wort meldet. Dies beispielsweise auch über sein Engagement im Ausschuss Gesundheitsimmobilien beim ZIA (Zentraler Immobilienausschuss).

Melanie Philip

Melanie (*1981, 59 in 2040) hat Gerontologie mit den Schwerpunkten Sozialplanung und Management studiert und erkennt darin zwei Perspektiven, die für eine wirklich bedürfnisorientierte Altenpflege entscheidend sind: Zum einen braucht es ein tiefes Verständnis dafür, wie Lebenswelten entstehen und wie sie gestaltet werden können. Zum anderen braucht es Strukturen, die Menschen befähigen, ihre Ideen umzusetzen.

Was Melanie jedoch immer wieder begegnet, ist die Lücke zwischen Theorie und Praxis: Viele gute Ideen entstehen direkt im Alltag der Altenhilfe – an der Basis, im direkten Kontakt mit älteren Menschen. Doch oft fehlt ihnen die Unterstützung, um sich zu entwickeln. Genau hier möchte ich ansetzen.

Melanie wünscht sich eine Altenpflege, in der innovatives Denken nicht an Bürokratie scheitert und in dem regionalen, konkrete Bedarfe ernst genommen werden. Für sie bedeutet Zukunft Altenpflege: kleine Impulse sehen, ernst nehmen und fördern – unkonventionell, unkompliziert und genau dort, wo sie entstehen. Aus ihrem Fachwissen weiß sie: Wenn wir Button-up stärken, gestalten wir wirklich bedürfnisorientiert. Und wenn wir kleinen Ideen Raum geben, können daraus nachhaltige Veränderungen wachsen.

„Bis 2040 stärken wir regionale Graswurzel-Initiativen, die aus dem Alltag entstehen. Unbürokratisch, unkonventionell und nah an den Bedürfnissen älterer Menschen. Geben wir kleinen Ideen die Chance, Großes zu bewirken.“

Dr. Yüce Yilmaz-Aslan

Yüce (*1979, 61 in 2040) ist seit 2007 in Forschung und Lehre im Bereich der Versorgungsforschung und Pflegewissenschaft tätig. Sie arbeitet am Lehrstuhl für Versorgungsforschung an der Universität Witten/Herdecke und ist aktuell als Vertretungsprofessorin der Arbeitsgruppe Versorgungsforschung und Pflegewissenschaft an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld tätig.

In der Forschung beschäftigt sie sich mit Fragen der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung im Kontext von Migration, Pflege und Rehabilitation. Ein besonderer Fokus liegt auf diversitätssensibler Langzeitversorgung sowie auf Diskriminierungserfahrungen in der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung. Methodisch arbeitet sie überwiegend qualitativ und partizipativ und verbindet pflegewissenschaftliche mit Public-Health-Perspektiven.

In die Arbeit des Stiftungsgremiums bringt Yüce insbesondere Erfahrungen aus der Versorgungsforschung, der Pflegewissenschaft sowie aus der interdisziplinären Zusammenarbeit an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis ein. Im Rahmen der Stiftungsarbeit möchte sie insbesondere Themen der partizipativen, diversitätssensiblen pflegerischen Versorgung mit einem starken Praxistransfer für die Langzeitpflege einbringen.